DER NASSENTSCHLACKER

 

 

 

 

 

Der Nassentschlacker (hier ein Männchen)gehört zu der Familie der Kellergrundeln. Dieser Lichtscheue Gigant führt sein Dasein meist in den Tiefen von Müllverbrennungen, wo er in enger Symbiose mit dem Müllheizkessel und dem Rostdurchfallredler lebt. Er ist ein Aas- und Allesfresser, der mit dem auskommt, was seine seine Symbionten ihm überlassen. Zum Dank dafür schützt er den Müllheizkessel mit seinem arttypischen Luftabschluss vor dem Eindringen unerwünschter Luft(blaue Linie, unten).Der Nassentschlacker steht unter Artenschutz. Insofern ist es besonders dramatisch mitanzusehen,wie er oftmals durch falsche Ernährung (z.B. mit dicken Stahlträgern) seine Lebenszeit verringert. Das Verdauungssystem des Nassentschlackers ist weitestgehend unerforscht. Wie schafft es dieser gutmütige hydraulisch bewegte Riese nur, die Schlacke sowie den Rostdurchfall seiner Nahrungslieferanten aufzunehmen, dieses Produkt abzulöschen und anschließend fast unverdaut wieder auszuscheiden ohne dabei zu verhungern? Nach über zehn Jahren unermüdlicher Forschung ist mir die Lösung dieses letzten Rätsels immer noch nicht gelungen, aber die Beobachtungen gehen weiter...

 

 

 

DER MÜLLKRAN

 

 

 

Der Müllkran ist eine Bunkerspinne. Wie hier im Bild gut zu erahnen ist, hat der Müllkran sechs Beine, die er ausschließlich zum Greifen seiner Beute nutzt. Für seine Fortbewegung bedient sich der Müllkran seiner Spinnfäden, die erstaunliche Ähnlichkeit mit Stahlseilen aufweisen. Er lebt in einer staubigen und giftigen Atmosphäre, die Menschen nur mit ausreichendem Atemschutz betreten sollten. Der Müllkran lebt, wie sein Name schon sagt, von Müll, den er mit einer ausgefeilten Jagdstrategie zur Strecke bringt. Oft schwebt dieses Tier ruhig und unbeweglich mit geöffneten Beinen in Lauerstellung über der Mülloberfläche, um dann, sobald er etwas Essbares erblickt, blitzschnell abzutauchen und seine Beute fest zu umklammern, bis sie tot ist. Allzugern jagt der Müllkran auch Mechanikern hinterher um sie zu stellen, jedoch sind die in der Regel zu schnell für ihn.

 

 

 

 

Die Kreiselpumpe

 

 

 

Die Kreiselpumpe ist, obwohl diese Bezeichnung weniger bekannt ist, in der Welt der Anlagennatur kein Exot. Sie hält sich gerne in platzsparenden Ecken und Winkeln auf, weshalb ihre wahre Anzahl und Dichte noch nicht vollständig erforscht sein dürfte. Dieses possierliche Tierchen hier lebt gern in Zweiergruppen (Redundanz),wobei sich immer nur eines der beiden Wesen von der köstlichen Flüssigkeit ernährt, die ihm der Rohrbach zuführt. Die andere Kreiselpumpe wartet dann artig darauf, daß die erste mit der Nahrungsaufnahme fertig ist, damit sie auch mal was abbekommt. An einigen Nährbächen erkranken die Kreiselpumpen leider nur allzu oft an Kavitation oder Trockenlauf, was sich sehr schlecht auf ihre Laufrädchen bzw. Gleitringdichtungen auswirkt.

 

 

 

DIE VAKUUMPUMPE

 

 

 

Die Vakuumpumpe ist eines der von der Natur ausgefeiltesten Tiere. Sie ernährt sich von Wasser, was sie mit Hilfe ihres Laufrades dazu verwendet in ihrem Inneren einen Wasserring zu bilden. Dieser Wasserring ermöglicht der Vakuumpumpe durch ein ausgeklügeltes Steuerscheibensystem, ihren Brutbereich fast vollkommen luftleer zu bekommen, was ihr wahrscheinlich zur Verteidigung gegen Fressfeinde hilft. In der Balzzeit, in der das Wasser, welches sie aufnimmt oft stark karbonathaltig ist, setzt sie ihre Ansaugleitungen gerne mit kalkigen Ablagerungen zu um somit die Paarungsbereitschaft anzuzeigen. Nach der Paarung stirbt die Vakuumpumpe. Sie begibt sich nach der Begattung an einen See aus Reinigungslösung, um dort in ihre Einzelteile zu zerfallen (hier im Bild).Schon nach ca.2 Tagen entsteht aus den in der Lösung gereinigten Teilen eine neue Vakuumpumpe, die in den großen Lagerhallen heranwächst. Wenn die nächste Brunftzeit gekommen ist, wird die neue Vakuumpumpe groß und stark genug sein um nun endlich ihrer natürlichen Funktion nachgehen zu können.